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Website-Marketing: Das Zauberwort heisst Digital Branding

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Jedes Unternehmen, das seinen Internetauftritt als einen seiner zentralen Kommunikationskanäle betrachtet, muss sich fragen, wie es seine Zielgruppen wie Kunden, Interessenten oder Stellensuchende im Internet erreicht. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Aufbau eines netzweit konsequenten digitalen Brands.

Noch vor wenigen Jahren predigten die Experten, dass eine professionelle, suchmaschinentaugliche Website und eine gute Verlinkung das A und O in Sachen Website-Marketing sind und die Besucher dadurch fast von selbst kommen. Das ist zwar auch heute nicht falsch, aber es reicht bei Weitem nicht mehr aus. Denn viele Unternehmen haben diese Regeln beherzigt und präsentieren sich heute im Internet mit einem Webauftritt, der in Sachen Attraktivität, Usability und Auffindbarkeit bereits hohe Ansprüche erfüllt. Was noch vor Kurzem überdurchschnittlich war, ist heute nur noch Standard. Die interessanten Besucherströme kommen heute aus ganz anderen Kanälen.

Digital Branding - mehr als ein animiertes Logo
Heute ist es notwendig, dass ein Unternehmen sich auch in der Onlinewelt als Marke etabliert. Leider wird das oft noch falsch verstanden. Denn einfach die Mechanismen der klassischen Werbewelt auf das lebendige Onlineumfeld zu applizieren und alles mit technischen Gimmicks aufzurüsten, ist lediglich alter Wein in neuen Schläuchen. Digital Branding aber bedeutet, die Marke mediumsgerecht zum Leben zu erwecken, Geschichten zu erzählen und dort präsent zu sein, wo die Marke eine Rolle spielen will und muss. Doch wie schafft man konkret neue Zugänge zur eigenen Website? Im Internet sind die Zeiten des Werbetalks und der Einweg- Kommunikation endgültig vorbei. Heute wird Inhalt gegoogelt, ausgetauscht, geteilt und kommentiert. Und zwar direkt zwischen den Usern. Dabei wird auch über Unternehmen und ihre Produkte diskutiert. Und hier stellt sich die Frage, ob sich ein Unternehmen an der Diskussion beteiligen und damit Einfluss darauf nehmen will oder nicht. Genau hier setzt ein umfassendes Digital Branding an: Denn das bedeutet zuhören, was Kunden erzählen, sich aktiv einbringen und die eigene Marke überall dort positionieren, wo sich die Zielgruppe darüber informiert. Dabei gilt immer: Kommunizieren Sie auf Augenhöhe, ehrlich und transparent. Erzählen Sie spannende Geschichten. Lassen Sie auch Fragen, Anmerkungen und Kritik zu und gehen Sie darauf ein. Und vor allem: Tun Sie es rechtzeitig. Auch ein Unternehmensblog, wo ehrlich und transparent über das Unternehmen, über neue Produkte, über die eigenen Kernkompetenzen geschrieben wird und auch Mitarbeiter zu Wort kommen, fördert die Onlinereputation, die Kundennähe und nebenbei auch noch das Google Ranking.

Social Media: das Buschtelefon von heute
Einer der heute stark wachsenden Kanäle sind die Social-Media- Plattformen. Hier wird intensiv Wissen geteilt und verbreitet. Nutzen Sie diese Kraft für sich, indem Sie Ihre Informationen und Geschichten so aufbereiten, dass sie geteilt werden wollen. Wenn Sie zum Beispiel möchten, dass im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen die richtigen Bilder verwendet werden, stellen Sie diese zur freien Verfügung auf Flickr. Oder entlasten Sie Ihre Hotline, indem Sie auch auf Facebook Rede und Antwort zu Ihren Produkten stehen. Wenn Sie für all das einen Social-Media-Manager suchen, platzieren Sie Ihr Stellenangebot direkt auf Twitter, denn hier ist Ihre Zielperson zu finden. Und als Geschäftsleiter können Sie über XING mit Statusmeldungen Ihr Netzwerk auf dem Laufenden halten, was Sie anbieten oder suchen. Meist geht es nur darum, das Bewusstsein dafür zu schärfen, welche Themen in welchen Kanal passen. Neue Möglichkeiten werden zusätzlich die aufkommenden «Location based services» von Facebook, Gowalla und Foursquare eröffnen: Einem Kunden, der gerade in Ihrem Geschäft «eingecheckt » hat, einen Kaffee offerieren zum Dank, dass er den Einkauf bei Ihnen mit seinem Netzwerk teilt? Heute bereits möglich, vielleicht schon bald ein ganz normales Marketing-Tool.

Realtime-Internet: Nutzen Sie die Gunst der Stunde
Die Entwicklung geht klar in Richtung Echtzeit-Internet. Informationen werden im Moment des Entstehens ohne Zeitverzögerung online publiziert und weltweit verteilt. Google integriert Twitter- Meldungen bereits heute in seine Suchresultate. Das Interessante dabei: Mit dem Aufkommen eines Themas steigt auch das Interesse dafür und damit das Suchvolumen. Das kann sich ein Unternehmen zunutze machen, indem es in einem solchen Moment zu den ersten gehört, die ein neues Produkt oder ein Thema über alle zur Verfügung stehenden Onlinekanäle streuen und somit die Themenführerschaft erlangen. Und so User auf die Unternehmens-Website holen. Teilen Sie auch Ihre Pressemeldungen auf allen wichtigen sozialen Netzwerken mit. Und zwar nicht einfach die klassische Printversion, sondern vielmehr einen Social Media Release. Angereichert mit Bildern und im Idealfall sogar einem Video. Stellen Sie sie auch wichtigen Bloggern zur Verfügung, publizieren Sie sie kostenlos auf Onlineportalen und bitten Sie die Leser um Feedback. Jede Nennung auf einer Plattform bringt Ihnen über die Verlinkung einige Interessenten auf Ihre Website und hilft Ihnen auch wieder im Suchmaschinen-Ranking.

Branding ist Chefsache
Ganz klar im Digital Branding ist, dass viele Massnahmen langfristig angelegt sind, viel Aufbauarbeit benötigen und nicht zu 100% an Externe vergeben werden können. Eine auf Digital Branding spezialisierte Agentur ist ein hilfreicher Partner bei der Entwicklung der entsprechenden Strategien, dem Aufbau der Kanäle und der Erarbeitung der Unternehmens-Storyline. Für die tägliche inhaltliche Arbeit führt kein Weg daran vorbei, interne Ressourcen aufzubauen bzw. im Idealfall sogar die verantwortliche Person im Unternehmen dafür zu gewinnen.

Erfolgsbeispiel Mitarbeitersuche
Diesen Frühling hat die Agentur MySign aus Olten folgende Nachricht auf Twitter publiziert: @MySign sucht #SocialMedia Manager. Belohnung für Vermittlung 5000 CHF! Jeder RT zählt. http://ow.ly/1Bb2l #rp10 #smm #jobsuche Das Resultat: Nach nur einer halben Stunde traf die erste Bewerbung ein. Nach 24 Stunden lagen bereits elf vielversprechende Dossiers in der Inbox, kein einziges davon unpassend. Ganz nebenbei hat MySign noch Folgendes erreicht: Innert 24 Stunden wurde die ursprüngliche Meldung von MySign mit sogenannten Retweets über 80-mal weitergeleitet und hat schlussendlich ca. 20 000 Twitterer erreicht. Der im Tweet angegebene Link zum Jobprofil auf der Website von MySign wurde knapp 1000-mal angeklickt.

Presseartikel als PDF Download: